100% Pro/Contra Dynamo

Das Bundesverkehrsministerium will für mehr Sicherheit sorgen - jetzt im Straßenverkehr bei den Fahrrädern. Eine Studie soll ausschlaggebend sein, bei der Überprüfung der Dynamopflicht.

Was nicht sehr bekannt ist: Alle Fahrräder müssen per Gesetz mit Dynamo-Lichtanlagen ausgerüstet sein, das Batterie- oder Akku-Licht reicht nicht aus. Doch ist die Technik so weit fortgeschritten, dass dem Ministerium die an- und abnehmbare Variante mit Batterie und Akku reichen könnte.

Bundesverkehrsminister Ramsauer geht wohl davon aus, dass dann mehr Menschen mit Licht am Drahtesel unterwegs sind, weil sich Batterielichter leichter nachrüsten oder aufrüsten lassen.

Radio MK am Morgen Moderator Hanno Grundmann hat mit Vertretern beider betroffenen Seiten, aus Produktion und Handel über das Thema gesprochen.

Dr. Rainer Müller, Geschäftsführer der Busch und Müller KG Meinerzhagen, Hersteller von Dynamo- und Batteriebeleuchtung, hält dagegen: Umsatzeinbußen und ein deutlicher Stellenabbau drohen seiner Firma, die hauptsächlich Dynamotechnik konstruiere und baue. Aber nicht nur das. Auf der anderen Seite glaube er einfach nicht an das selbstverantwortliche Handeln der Fahrradfahrer, gerade unter den Jugendlichen. In der Schweiz habe man die Dynamopflicht abgeschafft, sei nun aber dabei, wieder auf das Deutsche Modell umzuschwenken - der Sicherheit halber.

Dipl.-Ing. Klaus Manasse, Chef von Fahrradhandel Megabike in Iserlohn und Unna, hat da andere Sorgen. Klar könne er das Bike an sich günstiger Verkaufen, wenn keine teure Dynamo-Beleuchtung verbaut wäre, aber das wolle er gar nicht! Manasse sei es wichtiger, dass dem Fahrradfahrer an sich das Ausstatten seines Rads mit Beleuchtung erleichtert würde. Batterie- und Akku-Lichter seien da einfach praktischer. Also würden dann auch mehr Menschen mit Licht am Rad unterwegs sein.

Wobei er mit Produzent Müller einer Meinung ist, wenn es um die Zuverlässigkeit des Dynamolichts geht. Händler Manasse habe selbst am eigenen Alltags-Fahrrad Dynamo-Licht, weil es einfach immer dran sei und immer funktioniere, nicht gewartet werden müsse. Manasse sagt aber auch, dass die Eigenverantwortlichkeit der Radfahrer eine gesetzte Sache sein müsse, wie beim Autofahrer. "Wenn bei Ihnen am Auto vorne ein Licht nicht geht, dann reparieren Sie das doch auch! Oder sollten wir da mit einem vierteljährlichen TÜV-Pflichttermin gegensteuern?", so Manasse weiter.

Wie auch immer sich das Bundesverkehrsministerium entscheidet - funktionierendes Licht am Fahrrad sollte selbstverständlich sein! Da sind sich alle einig.

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