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Roosters zeigen gute Leistung in Köln Spieltag 55 / Saison 2009/2010
Kölner Haie – Iserlohn Roosters 1:3 (0:3/0:0/1:0)
Köln – Die Iserlohn Roosters bekommen ihr Endspiel. Allerdings müssen sie Sonntag gegen die Adler Mannheim mit mindestens acht Toren Unterschied gewinnen, um die Haie aus dem Rennen zu werfen. Schaffen sie nur sieben Treffer wäre man zwar von der Tordifferenz gleich, da die Haie in der Vorrunde aber mehr Tore geschossen haben, wären sie in den Pre-Play-Offs und die Roosters raus.
Wundersames Roosterhockey! Unerklärlich aus dem Nichts erleben die Sauerländer ihre Auferstehung. Die Spielweise auf „offensiv“ gestellt, zauberten die Iserlohner und dominierten die Haie genau in dem Maß, wie es richtig und wichtig ist, einen Gegner zu frustrieren und die Grundvoraussetzung für einen Erfolg zu legen. Das Team von Uli Liebsch verzichtete auf Abtasten, ging mit dem Selbstvertrauen aus drei Siegen gegen die Kölner in die Partie und traf schon in der siebten Spielminute in Überzahl zum 1:0. Wilford vom Außenrand des Bullykreises zog ab, Veideman fälschte ab, Kölns Keeper Weibel ließ rein. Jetzt euphorisch und mit einem Stückchen mehr Hoffnung auf ein Wunder legten die Roosters nach. Roy und Ready erneut in Überzahl ließen Weibel noch zwei Mal erschrecken. Die 3:0-Führung nach 20 Minuten war hochverdient. Insbesondere das Iserlohner Forechecking beeindruckte, ließ die Gastgeber kaum einen guten Pass aus dem eigenen Drittel spielen. Weil auch in Unterzahl nichts anbrannte, die Special Teams insgesamt brillierten, war Drittel 1 vielleicht der beste Abschnitt nach der Olympiapause.
Das Mitteldrittel wurde zum Tanz auf der Rasierklinge. Zwischen dem Hoffen auf Tor Nummer vier und der Vorsicht, den 3:0-Vorsprung zu halten, mussten sich die Blau-Weißen entscheiden. So entwickelte sich auf dem Eis ein geniales Spiel, das jeden Eishockeyfans begeistern musste. Chancen hüben und Chancen drüben ließen Atem stocken und am Ende die Haie vielleicht einen Moment verzweifeln. Immer, wenn sie gefährlich vor dem Kasten der Sauerländer standen, war das Stellungsspiel des Iserlohner Goalies Danny aus den Birken zu gut, waren die Roosters ins der Lage viele gefährliche Schüsse abzublocken. Kölns beste Chancen ein Lattenknaller, die Roosters hatten einen Unterzahlkonter durch Christensen, der am Schoner Weibels endete. Weil die Haie disziplinierter agierten, hatten die Sauerländer keine Gelegenheit in Überzahl das 4:0 zu erzielen. Vor dem letzten Drittel gab es so eine entscheidende Frage: Mehr riskieren oder die Null halten? Nicht einfach zu beantworten.
Die Antwort wurde nicht eindeutig gegeben. Die Roosters mühten sich, bekamen zwei Überzahlchancen, nutzen leider die Erste nicht und bekamen in der zweiten ein unglückliches Shorthand-Gegentor. Wilford, unverschuldet aus dem Spiel genommen, wurde an die Bande gecheckt und von Ciernik überlaufen. Der war auch vom guten Danny aus den Birken nicht zu stoppen – 1:3 (51.). Der Rest: Bemühen der Roosters den alten Abstand wieder herzustellen. Christensen und Wolf hatten zwei weitere hundertprozentige Gelegenheiten, nutzen sie aber nicht. Trotzdem gewannen die Roosters das Spiel und hatten diese drei Punkte wahrlich verdient.
Die Statistik:
Haie: Weibel; Trygg, Renz; Moritz Müller, Julien; Ankert, Lüdemann – Jaspers, Ciernik, Marcel Müller; Ullmann, Rundslätt, Adams; Chouinard, Bartek, Frosch; Fauser, Landry, Melischko.
Roosters: Aus den Birken – Wilford, Veideman; Danielsmeier, Insana; Schneider, Ardelan – Hock, Wolf, Hancock; Christensen, Ready, Giuliano; Rupprich, Roy, Hommel; Daniel Sparre, Kris Sparre.
Tore: 0:1 (06:20) Veideman (Wilford, Hancock/5:4), 0:2 (10:45) Roy (Giuliano, Ardelan), 0:3 (13:19) Ready (Veideman/5:4), 1:3 (50:40) Ciernik (Jaspers//4:5).
Schiedsrichter: Jablukov (Berlin), Kadow (Eppelheim).
Strafen: Haie: 10; Roosters: 8.
Zuschauer: 11.368.
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