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100 % gesprühte Kunst

Graffiti-Sprüher, das sind doch die, die nachts die Autobahnbrücken oder Häuserwände anschmieren. So einen Ruf haben die Sprayer - aber eigentlich ist das Graffitisprühen schon eine Kunst. Der Ruf kommt wohl daher, dass leider immer mal wieder Häuserwände unfreiwillig angesprüht werden - und das kostet jede Menge Geld. Bis zu 30 Tausend Euro. Damit Jugendliche darüber Bescheid wissen, hat das "Checkpoint" in Iserlohn, ein Jugendcafé, einen Graffiti-Workshop angeboten. Der wird sogar vom Land NRW gefördert. Was da genau gemacht wird außer wild rumzusprühen - Radio MK-Reporterin Andrea Tittel war bei dem Workshop dabei.
Beitrag

 
Hier soll die Schöpfungsgeschichte entstehen - mit Graffiti-Dosen gesprüht.


 

 


"Das ist gar nicht mal so einfach, man muss aufpassen, dass nicht die ganze Farbe auf einmal raus kommt!" Tobias Busch sprayt zum ersten Mal. Er ist mit acht anderen Jugendlichen in dem Workshop des Jugendcafés "Checkpoint".
 

 


Der Leiter des Workshops, Goran Geubac, sprüht schon seit 14 Jahren. Er hat Theologie studiert und während seines Studiums sein Geld mit Graffiti verdient. "Ich wollte kein Priester werden - dann hab ich mich für die Kunst entschieden. Und mit Jugendlichen arbeiten hat mir schon immer Spass gemacht."
 

 


Erst skizzieren - auf dem Block, dann auf der Wand. Und dann erst kommt das eigentliche Sprühen. Kompliziert ist vor allem, die richtige Tecknik zu beherrschen. Der Leiter des Workshops unterstützt die Jugendlichen - aber auch nicht zu viel. Immerhin sollen die noch freie Hand haben bei der künstlerischen Umsetzung ihres Tages in der Schöpfungsgeschichte.
 

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